• Entspricht in vollem Umfang den Konsensusleitlinien (Clemmons 2010)
  • Kalibriert gegen WHO IS 02/254 (Bidlingmaier 2013)
  • Umfangreiche globale Referenzbereichstudie
  • Kalibriert gegen WHO IS 02/254 (Bidlingmaier 2013)
  • Verfügbarkeit SD-Berechung für Referenzbereich
  • > 4200 Proben von Kindern und Jugendlichen in der Referenzbereichstudie
  • Tanner-Stadien für 854 Proben
  • Verwendung von zwei gepaarten monoklonalen Antikörpern und strenge Qualitätskontrolle (intern)
  • Keine Wechselwirkung mit:
    • Insulin
    • Pro-Insulin
    • IGF-II, alle der 6 IGFBPs
    • Triglyzerid
    • Biotin
    • Bilirubin
    • Hämoglobin
    • Humanserumalbumin
    • Erythrozyten

Der Assay IDS-iSYS Insulin like Growth Factor-I (IDS-iSYS IGF-I) ist für die quantitative Bestimmung des IGF-I in menschlichem Serum oder Plasma mit dem IDS-iSYS Multi-Discipline Automated System vorgesehen.

Die Testergebnisse müssen gemeinsam mit anderen klinischen und labordiagnostischen Daten betrachtet werden, um den Arzt in der Einschätzung von Wachstumsstörungen zu unterstützen.

Der Insulin-like growth factor-I (IGF-I) ist ein Polypeptid von 70 Aminosäuren (7650 Dalton) und ist einer von vielen verwandten insulinähnlichen Wachstumsfaktoren, die im Blut vorhanden sind. Das Molekül zeigt eine etwa 50%ige Sequenzhomologie mit Proinsulin und zeichnet sich durch eine Vielzahl von biologischen Aktivitäten aus, die dem Insulin ähnlich sind.

Das Peptid ist in hohem Maße vom Wachstumshormon (GH) abhängig, aber es häufen sich in letzter Zeit eine Reihe von Berichten, nach denen eine GH-unabhängige Sekretion erfolgt. IGF-I hat viele wachstumsfördernde Auswirkungen, u. a. mitogener Art und die Förderung von Knorpelsulfatation.

Vermutlich besteht seine Funktion auch in einer Beeinflussung des Wachstums von Skelett- und anderem Körpergewebe. Fast alles (>95 %) des Serum-IGF-I ist an spezifische IGF-I-Bindungsproteine gebunden. Von diesen sind nun sechs Klassen (IGF-BP 1-6) anerkannt. Man geht davon aus, dass IGFBP-3 das Hauptbindungsprotein für IGF-I ist. Dieses bildet einen Tertiärkomplex von etwa 140.000 Dalton mit IGF-I und einer säurelabilen Untereinheit.

Die Messung von IGF-I in Serum erfolgt heute vorrangig bei Kindern mit Wachstumsstörungen sowie in der Diagnose und Verlaufskontrolle von Akromegalie. Die IGF-I-Konzentrationen verändern sich mit dem Alter, dem Ernährungsstatus und der Körperzusammensetzung sowie der Wachstumshormonsekretion. Die basale IGF-I-Bestimmung hilft bei der Einschätzung des Wachstumsstatus bei Kindern sowie der Einschätzung des Ernährungsstatus bei akut erkrankten Patienten.

Für die Diagnose der Akromegalie ist eine einzelne IGF-I-Bestimmung zuverlässiger als eine zufällig durchgeführte GH-Bestimmung.

Der Test basiert auf der Chemilumineszenz-Technologie. Proben werden mit einer Säurelösung inkubiert, um das IGF-I von den Bindungsproteinen zu dissoziieren. Ein Teil davon wird, zusammen mit einem Neutralisationspuffer, einem monoklonalen biotinylierten Anti-IGF-I-Antikörper und einem Acridinium markierten monoklonalen Anti-IGF-I-Antikörper, weiter inkubiert. Dann werden streptavidinmarkierte Magnetpartikel hinzugefügt, die nach einem weiteren Inkubationsschritt mit einem Magneten „eingefangen” werden.

Nach einem Waschschritt wird durch den Zusatz von Triggerreagenzien eine Lichtreaktion ausgelöst. Das durch das Acridinium emittierte Licht ist direkt proportional zur Konzentration von IGF-I in der Ausgangsprobe.

1. J Clin Endocrinol Metab. 2014 May;99(5):1712-21. doi: 10.1210/jc.2013-3059. Epub 2014 Feb 27. Reference intervals for insulin-like growth factor-1 (igf-i) from birth to senescence: results from a multicenter study using a new automated chemiluminescence IGF-I immunoassay conforming to recent international recommendations. Bidlingmaier M1, Friedrich N, Emeny RT, Spranger J, Wolthers OD, Roswall J, Körner A, Obermayer-Pietsch B, Hübener C, Dahlgren J, Frystyk J, Pfeiffer AF, Doering A, Bielohuby M, Wallaschofski H, Arafat AM.

2. J Clin Endocrinol Metab. 2014 Aug;99(8):2804-12. doi: 10.1210/jc.2013-3746. Epub 2014 May 13.The Association Between IGF-I/IGFBP-3 and Subclinical End Points: Epidemiology Faces the Limits. Müller C1, Wallaschofski H, Brabant G, Wahnschaffe U, Samietz S, Nauck M, Friedrich N.

3. Exp Gerontol. 2014 Aug 5. pii: S0531-5565(14)00236-8. doi: 10.1016/j.exger.2014.08.001. [Epub ahead of print] Mind over hormones; Sex differences in associations of well-being with IGF-I, IGFBP-3 and physical activity in the KORA-Age study. Emeny RT1, Bidlingmaier M2, Lacruz ME3, Linkohr B1, Peters A1, Reincke M2, Ladwig KH4.